Igelstation Russikon

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Wahre Igel-Stories

 


Zürich im Oktober 1998


Sehr geehrte Frau Huber

Am 19. August dieses Jahres haben wir vor dem Spital der Pflegerinnenschule Zürich auf dem Parkplatz drei ganz kleine Igel gefunden. Eines war bereits verletzt worden und lebte nicht mehr. Die anderen zwei haben wir dann aufgenommen. Dann gings los: Was sollten wir nun tun? Zusammen mit der Telefonistin der Pflegerinnenschule haben wir uns telefonisch durchgefragt. Ein Tierarzt gab uns den Rat, die Igel auf einer isolierenden Zeitung in den nahen Garten zu legen, in der Hoffnung, dass die Igelmutter das piepsen der Jungen hören werde. Sollten diese aber über eine Stunde noch immer alleine sein, müssten wir die Jungtiere auf eine Igelstation bringen. Um 18.00 Uhr ca. legten wir die Igel also in den Garten. Nach unserem Nachtessen um ca. 19.30 Uhr lagen die Igel noch immer auf der Zeitung und piepsten laut. Von der Mutter keine Spur und es wurde doch schon empfindlich kühl.
So beschlossen wir, die Igel der Igelstation Zürich anzuvertrauen. Es brauchte einige Telefonate bis wir dann endlich jemanden erreichten. Die Reaktion war entmutigend: Die zuständige Person war gar nicht bereit, uns entgegen zu kommen und die Igel abzuholen. Sie müsse deswegen extra von Auswärts nach Zürich kommen und man könne schliesslich nicht jeden Igel retten, schon gar nicht wenn sie noch so klein seien.... Dies Haltung hat uns gar nicht überzeugt. So erhielten wir dann Ihre Telefonnummer. Nach der kurzen Beschreibung des Sachverhaltes waren Sie gerade bereit, nach Zürich zu fahren, obschon es mittlerweile gegen 20.30 Uhr war. Sie gaben uns auch noch Anweisungen, was bis zu Ihrem Eintreffen zu machen sei, um die Überlebensschancen der Jungen zu erhöhen. So haben wir mit Hilfe der Angestellten der Pflegerinnenschule Bettflasche und Tücher organisieren können. Um ca. 21.00 Uhr konnten wir Ihnen die Jungen endlich überreichen.

Nun haben wir uns erkundigt, wie es denn den kleinen Igeln ergangen ist. Ihre Antwort hat uns wirklich sehr gefreut: Die Jungtiere sind bereits über 500 Gramm schwer und können im Frühling an einem sicheren Ort ausgewildert werden. Uns freut dies um so mehr, weil die Igel als wir sie gefunden haben erst ca. zwei Tage alt waren und gerade mal 28 und 30 Gramm wogen. Wir und die Beteiligten der Pflegerinnenschule sind sehr glücklich und danken Ihnen ganz herzlich für Ihren überzeugenden Einsatz. Ganz toll, dass es so etwas gibt.

Mit freundlichen Grüssen

Maya Litz






 
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