Igelstation Russikon

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Überwintern und Freiheit

Wissenwertes


Hilfen für freilebende Igel
(Überwinterung in Gefangenschaft siehe "Der Igel")

Quartiere für den Winterschlaf in Freiheit

Früher überwinterten viele Igel in hohlen Bäumen, die aber heute kaum noch jemand im Garten duldet und die es in der freien Landschaft kaum noch gibt. Fest aufgesetzte Holzstösse, Gartenlauben und offene Schuppen, oft als Winterquartier benutzt, sind selten geworden.

Aber auch dichtes Gebüsch bietet Schutz. Im vorigen Jahr überwinterte bei uns ein Igel unter einem Laubhaufen, den er kunstvoll zwischen Zweigen des niedrigen grossblütigen Johanniskrauts (Hypericum calycinum) aufgeschichtet hatte. Nach Norden, Osten und Westen hin war die Behausung durch Strauchwerk ein wenig gegen Wind, Schnee und Regen geschützt, nach Süden jedoch frei. Sehr vorsichtig und leise, um ihn nicht zu vertreiben, breitete ich als Schutz gegen Nässe ein Stück feste Gartenfolie über die Igelbehausung und beschwerte die Folie an den Seiten mit stabilen Holzplatten. Vorn und hinten lag sie nicht fest auf, damit der Igel genug Luft bekommt und kein Schwitzwasser entstehen konnte.

Ausserdem steht in unserem Garten ein stabiles Igelhaus unter der Fichtengruppe auf einer Steinplatte. Hier ist es auch bei grosser Nässe immer recht trocken - Niederschläge werden durch die ausladenden Äste, die zugleich Sichtschutz bieten, nach den Seiten abgelenkt. In diesem Häuschen, dessen Schlafraum mit geknüllten Zeitungen dicht gefüllt ist, haben bereits einige Igel überwintert; es genügte ihren Ansprüchen. Im Frühjahr oder Sommer irgendwann, wenn ich weiss, dass es gerade unbewohnt ist (daran erkennbar, dass kein frischer Igelkot in der Nähe liegt), nehme ich das Dach ab, entferne die alten Zeitungen und allen Schmutz und fülle frische Zeitungsknäuel ein.

Das Igelhaus - ich bekam es vor Jahren auf Wunsch von meinem Mann zum Geburtstag - kann jeder geschickte Bastler nach der Zeichnung selbst anfertigen. Im Herbst kriechen Igel auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren "probeweise" in jede Höhlung, auch in Kellerfenster und Lüftungsschächte. Diese tödliche Fallen für den Igel, lassen sich mit geringem Aufwand (mit Brettern und Querstreben) leicht verhindern, wenn sie nicht schon durch Gitter gesichert sind. Somit kann kein Igel mehr herunterfallen, sich vielleicht verletzten und nicht mehr heraus kommen.

Beim Nachbarn trug der Gartenigel in der nicht gerade geräumigen äusseren Höhlung eines Kellerfensters viel Laub zusammen und machte dort seinen Winterschlaf. Da das "Wohnungsangebot" für Igel nicht gross ist, war er mit diesem Plätzchen zufrieden, denn hier boten die Hausmauer im Norden, ein Trennmäuerchen zum Nachbargarten und Buschwerk nach Osten und Westen Schutz.

Bastelanleitung für ein Igelhaus im Garten. Das Dach ist abnehmbar, so dass Heu, Laub oder die geknüllten Zeitungen, mit denen der Schlafraum gefüllt ist, einmal im Jahr ausgewechselt werden können.

 
 

 



 
 
 
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